Frage der Woche

Vernichtung von Retouren – Perversion einer Wegwerfgesellschaft?

11. Juni 2019 - 16:13
von SPIESSER-Redakteurin Onlineredaktion.
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Beigetreten: 25.04.2009

Die letztwöchige Frage der Woche beschäftigte sich mit dem Einreißen von Mauern. Vorrausgegangen war Angela Merkels Rede an der amerikanischen Eliteuniversität Harvard. Dort hatte sie u. a. für das Einreißen von Mauern plädiert und damit indirekt Donald Trump kritisiert. Diese Kritik kam bei 10% von euch überhaupt nicht gut an. Demnach setzt sich der US-Präsident nur für sein Volk ein. Der Großteil (35%) findet Offenheit zwar gut, aber befürwortet zumindest eine Abgrenzung von bestimmten kulturellen Eigenheiten. Ihnen stellen sich 25% entgegen, die meinen, dass Isolation in einer globalisierten Welt nicht die Lösung sein kann. Für 20% von euch muss zunächst ein Umdenken in der Bevölkerung stattfinden, bevor Mauern auf politischer Ebene eingerissen werden können. Die restlichen 10% haben nichts von der Rede mitbekommen und denen war es dementsprechend egal.

Von Grenzen durch Mauern, geht es diese Woche zu Grenzen durch Gesetze. Diese sollen dann Online-Versandhändler wie Amazon betreffen. Ausgangspunkt der Debatte ist die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt, welche ein Verbot für die Vernichtung von Retoursendungen fordert. Dafür hat sie einen Drei-Punkte-Plan vorgestellt. Demnach soll im ersten Schritt verboten werden neuwertige Produkte, welche zurückgeschickt werden, zu vernichten. Punkt zwei umfasst die Verschenkung von Produkten an z. B. Sozialkaufhäuser, wenn diese nicht mehr für den Verkauf geeignet sind. Der letzte Punkt umfasst die Wiedereinführung von Rohstoffen in den Wertstoffkreislauf. Durchschnittlich wird in Deutschland jedes sechste Paket zurückgeschickt. Laut ihren Berechnungen würden somit im Jahr ca. 500 Millionen Produkte zusammenkommen. Viele der Rücksendungen werden danach komplett vernichtet, obwohl die Produkte voll funktionsfähig sind.

Jetzt seid ihr gefragt! Wie findet ihr den Vorschlag der Grünen Chefin Katrin Göring-Eckardt?

Icon: Landfill by Drew David Park from the Noun Project

Regularien sind sinnvoll, denn Eigentum verpflichtet auch. Den Müll müssen dann andere für Amazon recyceln und verbrennen.
Grundsätzlich eine gute Idee, aber es sollten Ausnahmen geschaffen werden z. B. Unterwäsche oder Zahnbürsten.
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Das ist eine absolute Frechheit! Das ist immer noch Eigentum von Amazon & Co. und das Unternehmen kann selber entscheiden, was mit dem Eigentum passiert!
Das ist purer Populismus der Grünen.
Mir ist das relativ egal.
Die Waren werden vernichtet, weil der Aufwand sie zu verkaufen zu hoch ist. Ökonomisch also eine vertretbare Entscheidung.
Striktes Verbot von Vernichtung von Retouren!

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